• urn:en Label Farvel

    Katharina und Sebastian kommen aus Zürich und haben zusammen im Jahr 2024 Farvel gegründet. Ein ursympathisches, junges Urnenlabel. Ihre Wege kreuzten sich 2008 während des Studiums in Zürich. Die Idee zu Farvel entstand viele Jahre später, hoch über dem Genfersee, im Gespräch über den Verlust eines geliebten Menschen und die Schwierigkeit, eine Urne zu finden, die ihren Ansprüchen an Ästhetik, Nachhaltigkeit und Bedeutung gerecht werden sollte.

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  • urn:en Designer René Odermatt

    René Odermatt ist Schweizer und arbeitet seit zehn Jahren in Zürich als selbständiger Designer. Er hat die Farvel-Urnen entworfen und so mit Katharina und Sebastian, den Gründern von Farvel, ein neues Urnenlabel ins Leben gerufen. Bei der Arbeit an den Urnen suchte er nach leichteren Ansätzen, um die Formensprache von Urnen etwas moderner, frischer und vielfältiger zu gestalten. Es war ihm ein Anliegen, schöne Objekte zu erschaffen. “Schließlich ist die Urne ja irgendwie das letzte Haus, das man auf dieser Erde bezieht”, findet René.

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  • urn:en Modelle

    Die Designsprache der Farvel-Urnen verbindet die beeindruckende und traditionsreiche Welt der Schweizer Alpen mit einem erkennbaren Einfluss japanischer Architektur, der sich auch in den Namen der Kollektion und der drei Urnen-Modelle heraushören lässt: Minka, Nami und Nesuto. Sie ähneln sich durch ihre klaren und filigranen Linien und sind in ihrer jeweiligen Gestalt einzigartig und sehr besonders.

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urn:en Designer

Im Gespräch mit urn:en Designer René Odermatt

Das Gespräch mit René Odermatt gibt einen sensiblen Einblick in die gestalterische Auseinandersetzung mit Tod, Erinnerung und Form. Der Zürcher Produktdesigner beschreibt, wie ihn sowohl seine generelle Offenheit für ungewöhnliche Projekte als auch sein persönliches Interesse an kulturellen Abschiedsritualen zur Gestaltung von Urnen geführt haben – eine Aufgabe, die er als besonders bedeutungsvoll empfindet.Für Odermatt ist die Urne weit mehr als ein funktionales Objekt: Sie steht zwar rational für Endlichkeit, emotional jedoch für Erinnerung, Wertschätzung und einen Ort des Gedenkens. Genau hier setzt sein gestalterischer Ansatz an. Klassische Urnen empfindet er oft als schwer und wenig zeitgemäß, weshalb er bewusst nach einer leichteren, moderneren Formensprache gesucht hat. Seine Entwürfe verstehen sich als „letztes Haus“ des Menschen – ein Bild, das Intimität und Würde verbindet.Ein zentraler Aspekt seiner Arbeit war die Materialwahl: Die Urnen sollten nachhaltig, biologisch abbaubar und zugleich stabil sein sowie sich für den 3D-Druck eignen. Dieser technologische Zugang ermöglichte neue gestalterische Freiheiten und führte zu innovativen Formen, die teils Assoziationen zu architektonischen Einflüssen wecken.Odermatts Designprozess beginnt nicht mit einer Form, sondern mit Verständnis – für das Thema, das Team und vor allem für die betroffenen Menschen. Daraus entwickelt sich ein Ansatz, der Funktion, Emotion und Ästhetik verbindet. Sein Ziel ist es, mit seinen Urnen Momente der Ruhe, des Innehaltens und der Wertschätzung zu schaffen.Zugleich reflektiert er den gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod, den er als oft tabuisiert wahrnimmt. Seine Arbeit versteht er als kleinen Beitrag zu mehr Offenheit und zu einer tröstlicheren Gestaltung von Abschiedsprozessen.Auch wenn er aktuell wieder an anderen Produktbereichen arbeitet, bleibt die Erfahrung prägend: Die Gestaltung von Urnen ist für ihn nicht nur Designaufgabe, sondern eine zutiefst menschliche Auseinandersetzung mit Verlust, Erinnerung und Nähe.

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Mit VIl ♥ Vo ZÜRI

Farvel

Katharina und Sebastian, die sich bereits während ihres Studiums in Zürich kennenlernten, gründeten Farvel im Jahr 2024 aus einer sehr konkreten Erfahrung heraus: dem Verlust eines nahestehenden Menschen – und der Unzufriedenheit mit bestehenden Urnen, die ihren Ansprüchen an Ästhetik, Nachhaltigkeit und emotionaler Bedeutung nicht gerecht wurden.Aus diesem Mangel entstand eine klare Idee: Die Urne sollte nicht länger nur funktionales Objekt sein, sondern ein bewusst gestaltetes Erinnerungsstück. Gemeinsam mit Designer René Odermatt entwickelten sie eine Kollektion, die Design, Handwerk und Haltung verbindet. Ihre Urnen werden im 3D-Druck aus biologisch abbaubaren Holzfasern gefertigt und in Zusammenarbeit mit sozialen Werkstätten von Hand veredelt. So entsteht jedes Stück als Unikat – geprägt durch Material, Form und die individuelle Geschichte, die es begleitet.Im Zentrum der Marke steht eine Philosophie, die Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Individualität vereint. Farvel versteht seine Produkte als Beitrag zu einer neuen, zeitgemäßen Erinnerungskultur: weg von Schwere und Standardisierung, hin zu Leichtigkeit, persönlichem Ausdruck und bewusster Gestaltung des Abschieds. Die verwendeten Materialien sind nachwachsend und ökologisch unbedenklich, während das Design moderne Ästhetik mit einem respektvollen Umgang mit Natur und Tradition verbindet.Innovativ ist dabei nicht nur die Formensprache, sondern auch der Einsatz von 3D-Druck, der neue gestalterische Möglichkeiten eröffnet und gleichzeitig nachhaltige Produktion erlaubt. Die Urnen können sowohl im Wohnraum als Erinnerungsobjekt bestehen als auch biologisch abgebaut in die Erde zurückgeführt werden.Mit der Erweiterung ihres Vertriebs nach Deutschland verfolgt Farvel das Ziel, individuelle Wege des Abschiednehmens zugänglicher zu machen – und damit einen sensiblen, aber wichtigen Beitrag zu einer offeneren und persönlicheren Trauerkultur zu leisten.